Mehr Algen durch weniger Frosttage

Obermeister Daniel Südmersen (l.) bedankte sich mit einem Präsentkorb bei Karl Kühn für dessen mehr als 40 Jahre währendes ehrenamtliches Engagement für die Maler-Innungen im Kreis Minden-Lübbecke. Foto: C. Weber
Obermeister Daniel Südmersen (l.) bedankte sich mit einem Präsentkorb bei Karl Kühn für dessen mehr als 40 Jahre währendes ehrenamtliches Engagement für die Maler-Innungen im Kreis Minden-Lübbecke. Foto: C. Weber

Fassadenanstriche haben ihre Tücken – allerdings weniger bei der handwerklichen Ausführung, sondern eher durch die Erwartungshaltung der Auftraggeber. Auf die möglichen Ursachen wurde bei der jüngsten Versammlung der Maler- und Lackierer-Innung Minden-Lübbecke eingegangen, die in Bad Oeynhausen stattfand.

A ls Referenten konnten Obermeister Daniel Südmersen zwei Fachleute des Farbenherstellers Brillux begrüßen – Bernd Wiemann und Martin Werner. Sie erläuterten, warum es bereits drei Jahre nach einem Anstrich zu einem Algen- und Pilzbefall an Fassaden kommen kann – selbst wenn sie mit „Protect“ gestrichen worden sind. Als Ursachen nannten die Experten weniger Frosttage im Winterhalbjahr, eine starke Vegetation in Gebäudenähe, fehlende Dachüberstände und generell ungünstige Bauweisen, die einer Luftzirkulation entgegenstehen. Insbesondere die inzwischen wärmeren Monate von Herbst bis Frühjahr bringen mehr Nässe mit sich. Wenn die Feuchtigkeit nicht schnell abtrocknen kann, begünstigt sie eine Algen- und Pilzbildung. Diese Zwangsläufigkeiten für Auftraggeber verständlich zu machen, ist allerdings nicht immer einfach. Hoffnung machte eine Aussage der Referenten: Ein zweiter Schlussanstrich mit „Protect“ kann wirksam helfen.

In diesem Zusammenhang wiesen die Brillux-Vertreter darauf hin, dass die Handwerksbetriebe Aufwand und Entsorgungskosten sparen können, wenn sie den kostenlosen Wertstoffkreislauf des Farbenherstellers nutzen: Restentleerte Eimer werden zurückgenommen und wenn es sich um mehrere Eimer handelt auch kostenfrei von der jeweiligen Baustelle abgeholt.

Ein weiteres Thema des Abends war die Nachwuchssuche und -förderung. Wie der Obermeister betonte, sei es weiterhin ein mühseliger Prozess, qualifizierten Nachwuchs zu bekommen – und zu halten. Zum Jahreswechsel befanden sich 25 Azubis in den Ausbildungsbetrieben im Mühlenkreis im ersten Lehrjahr. Angefangen hatten im vorangegangenen Sommer jedoch mehr als 30. Dennoch bedeutet die aktuelle Azubizahl eine Steigerung gegenüber den Vorjahren. Um die Auszubildenden zu motivieren, wird in Paderborn ein „Zukunftstag“ veranstaltet, bei dem die Azubis des zweiten und dritten Ausbildungsjahre neue Entwicklungen für ihr Berufsleben und ihren Arbeitsalltag erfahren können.

Abschließend war es Daniel Südmersen eine Herzenssache, Karl Kühn für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement für die Innungsmaler im Mühlenkreis zu danken: Seit 42 Jahren setzt er sich insbesondere im Bereich Ausbildung für die Interessen des heimischen Malerhandwerks ein. Es begann 1983 in der Innung, 1990 folgte die Wahl zum Kreislehrlingswart, 1999 die Mitgliedschaft in der Vollversammlung der Handwerkskammer, 2001 der Vorsitz in der Lehrgemeinschaft für die HBZ in Minden und Lübbecke. 2002 erfolgte erstmals die Wahl zum Kreishandwerksmeister. Und 2019 wurde Karl Kühn zum Ehrenkreishandwerksmeister ernannt.

Maler- und Lackiererinnung Minden-Lübbecke
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