„Wir haben ein interessantes Jahr vor uns“, betonte Obermeister Daniel Südmersen bei der Mitgliederversammlung der Maler- und Lackierer-Innung Minden-Lübbecke, die in Hille-Unterlübbe stattfand. Damit meinte er die Preisentwicklung insbesondere in der Energieversorgung wie auch die Stellung des Handwerks in der Gesellschaft.
D abei kündigte der Obermeister eine Podiumsdiskussion an zum Thema „Wertschätzung fürs Handwerk“, die momentan vorbereitet wird. Aus seiner Sicht ist es erstrebenswert, dass der Meister im Handwerk in der Gesellschaft wie auch der bildungspolitischen Wertigkeit dem Bachelor oder Master gleichgestellt wird.
Ferner berichtete der Obermeister von Veränderungen im Landesinnungsverband. So haben die vormaligen Verbände Westfalen und Nordrhein fusioniert. Erwartet werde, dass der nunmehr größere Landesinnungsverband besser in Richtung Politik, Hersteller und Handel wirken kann.
Zu berichten gab es für den Obermeister sowie den Lehrlingswart Simon Kühn Erfreuliches für die Ausbildung. Von der Berufsgenossenschaft werden Staubabsauger für die überbetriebliche Ausbildung gefördert. Und im HBZ Lübbecke wurde die Ausbildungswerkstatt für die Maler und Lackierer überarbeitet durch den Ausbilder Peter Angene. Der Malermeister konnte auf Honorarbasis verpflichtet werden. So auch Wolfram Plöger, der seit drei Jahren in Festanstellung die überbetriebliche Ausbildung für die Maler und Lackierer in der Ausbildungswerkstatt in der Wilhelm-Rieke-Bildungsstätte in Bünde durchführt. Er unterstützt künftig als Dozent die überbetriebliche Ausbildung im Mühlenkreis.
Diese personelle Konstellation ermöglicht es, die Gesellenprüfungen künftig wieder in den HBZ in Lübbecke und Minden durchzuführen – so ist es auch bereits für die im Juni anstehenden Abschlussprüfungen geplant. Laut dem Obermeister ist auch angedacht, wenn nur wenige Azubis zur Gesellenprüfung angemeldet werden (beispielsweise zu den „Winterprüfungen“), die „GP2“ für die Innungen Minden-Lübbecke und Herford gemeinsam durchzuführen. An welcher der drei Ausbildungswerkstätten im Wittekindsland dann geprüft wird, ließe sich danach auswählen, aus welchen Orten die meisten Prüflinge kommen.
In diesem Zusammenhang wies Wolfram Plöger darauf hin, dass sich die Ausbildungsordnung geändert hat und damit neue überbetriebliche Lehrgänge durchzuführen sind und auch durchgeführt werden können. Dabei geht es vor allem um Trockenbaubeschichtungen.
Auch zu einem besonderen Beschluss kam es: Die anwesenden Mitglieder votierten dafür, dass sich die Innung in der Kreishandwerkerschaft dafür einsetzt, dass die Grenze für einen 2. Delegierten zur Kreishandwerkerschaft von derzeit „mehr als 45 Mitgliedsbetriebe“ abgesenkt wird. Dadurch soll für die Innungen die Mitsprachegewichtung erhalten bleiben, deren Mitgliederzahlen gesunken sind.


